Über mich
Peter Widmer
Ki Gen Sensei
Peter Widmer · Ki Gen Sensei
Zen begleitet mich seit mehr als vierzig Jahren.
Mich beschäftigt dabei eine Frage, die mit den Jahren eher größer als kleiner geworden ist: Wie kann eine jahrhundertealte Praxis wie Zen uns helfen, unser heutiges Leben in seiner ganzen Widersprüchlichkeit bewusster, situationsangemessener und freier zu leben?
Mein Weg führte mich dabei nicht nur immer tiefer in die Zen-Praxis, sondern auch in die Philosophie, die Erforschung des unmittelbaren Erlebens, die Entwicklungspsychologie und die Arbeit mit inneren Anteilen. Aus diesen unterschiedlichen Erfahrungen ist nach und nach das entstanden, was ich heute Zen Integral nenne.
Wer bin ich?
Ich bin Zen-Lehrer, Philosoph, Autor und biete persönliche Begleitungen an. Zen praktiziere ich seit 1982, seit 2004 lehre ich in der Tradition der Glassman-Lassalle-Zen-Linie. Von 1998 bis 2025 war ich als Zen-Lehrer und Seminarleiter im Lassalle-Haus tätig.
Neben der Zen-Praxis beschäftigen mich seit vielen Jahren andere Zugänge zur Erforschung unseres Erlebens: die Arbeit mit inneren Anteilen, aus der die Innere Friedenskonferenz entstanden ist, Körper- und Bewusstseinspraxis, Entwicklungspsychologie sowie die Arbeit mit Träumen.
Als Philosoph war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter an Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Entwicklungspsychologie arbeite ich unter anderem mit dem SCTi-MAP und bin Partner von Cook-Greuter & Partner.
Und wenn ich nicht arbeite, zieht es mich besonders in die Berge und ans Meer.
Fünf Dimensionen eines ganzen Lebens
Ein hilfreicher Bezugsrahmen für meine Arbeit sind fünf Begriffe, die Ken Wilber geprägt hat:
- wake up – zum gegenwärtigen Augenblick erwachen
- grow up – psychisch und spirituell reifen
- clean up – sich den eigenen Schatten und unbewussten Mustern zuwenden
- open up – sich für andere Perspektiven und Andersartigkeit öffnen
- show up – die eigene Einzigartigkeit verantwortlich ins Leben bringen
Für mich beschreiben diese fünf Bewegungen unterschiedliche Dimensionen eines ganzen menschlichen Lebens. Keine von ihnen ersetzt die andere. Und ich verstehe sie nicht als ein Programm, das wir Schritt für Schritt abarbeiten müssen. Alle fünf Dimensionen können sich im gegenwärtigen Erleben zeigen und in einer bewussten Phänomenologie des Hier und Jetzt erforscht werden. Wie bin ich gerade anwesend? Welche inneren Anteile wirken? Woran halte ich fest? Welche Perspektiven kann ich einnehmen – und welche nicht? Was möchte durch mich Gestalt annehmen?
So verstanden beginnt Entwicklung nicht erst irgendwo in der Zukunft. Sie zeigt sich in der Art, wie wir jetzt wahrnehmen, fühlen, denken, in Beziehung treten und handeln.