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Versenkungsstufen in der Meditation

Autor: Peter Widmer

Versenkungsstufen

In Einzelgesprächen während den Zen-Sesshins kommt immer wieder die Frage auf: Wie weit oder wie tief bin ich eigentlich in meiner Meditation? Gibt es dafür eine Landkarte? Wie merke ich selbst, wo ich stecke und wo es hingehen soll?
Üblicherweise werden solche Fragen in der traditionellen Zen-Schulung zurückgewiesen. Sie werden nicht beantwortet oder besser gesagt, die Frage wird dem Fragenden zurück gespiegelt. Manchmal liest man in Kommentaren zu Zen-Koans, dass es durchaus Grade der „Tiefe“ einer Zen-Erfahrung gäbe. Dann wieder wird gesagt, es gäbe in der letzten Dimension von Satori und Kensho weder Grade noch keine Grade. Das sind typische Zen-Antworten, die Meditierende motivieren sollen, alle Konzepte fallen zu lassen, um noch tiefer in die eigene Erfahrung einzutauchen.
Dennoch ist die Frage durchaus sinnvoll, denn schliesslich gibt es neugierige Seiten in uns, die ein legitimes Bedürfnis nach Orientierung und „Landkarten für unsere Innenwelt“ haben. Manchmal werden Anteile in uns aktiv, die unsere eigenen Erfahrungen hinterfragen und unser innerer Kritiker gibt zuweilen Anlass, unsere Meditationserlebnisse in Bausch und Bogen als „ungenügend“ oder „Illusion“ zu verwerfen.
Meiner Ansicht nach ist das frühbuddhistische Modell der Versenkungsstufen ein guter Ansatzpunkt, um die eigenen Meditationserlebnisse zu wertschätzen und sich im Meditieren zu orientieren.

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