Schlagwort-Archive: Körper

Leiblichkeit und Weiblichkeit in spirituellen Traditionen

Autor: Peter Widmer

Katharina Ceming

In diesem zweiten Teil des Interviews mit Katharina Ceming geht es um die Rolle des Körpers / der Leiblichkeit und damit einhergehend, der Weiblichkeit in spirituellen Traditionen. Nicht nur unsere westliche Kulturgeschichte, auch die Kulturgeschichten der Spiritualitäten lassen sich, mit wenigen Ausnahmen, als Verdrängungsgeschichten des Leiblichen und Weiblichen diagnostizieren.
Eine moderne, wahrhaft ganzheitliche Spiritualität tut gut daran, diese beiden bislang verdrängten Dimensionen des Menschseins mit einzubeziehen, denn Körper und Geist / Seele, männlich und weiblich wirken stets wechselseitig aufeinander ein, sowohl im einzelnen Menschen, als auch in unserer Gesellschaft, in Familien und am Arbeitsplatz. Weiterlesen

Glück und Humor im Zen: Hotei der lachende Buddha

Autor: Peter Widmer

Hotei mit Kindern von Kitao Shigemasa, 18. Jh.

Hotei – der lachende Buddha – steht für das tief empfundene Glück durch Zen-Meditation, die Leichtigkeit, Lebensfreude und den Humor, der es uns ermöglicht, Widersprüche im Leben und in uns mit einem Lächeln anzunehmen.
Dieser Buddha verdankt seine Entstehung dem Leben eines einfachen Zenmönchs namens Qici aus der chinesischen Stadt Fenghua in der Provinz Zhejiang. Quici lebte um das Jahr 900 u.Z. Es wird berichtet, dass er leicht behindert war, ein wenig tolpatschig, einen dicken Bauch hatte und jeden Tag mit seinem Jutesack auf Almosengang unterwegs war, was ihm den Spitznamen Budai (chin. Jutesack; jap. Hotei) eintrug. Dankbar und zufrieden nahm er auf seinen Almosengängen alle Spenden an und stopfte sie in seinen Sack. Was er bekam, teilte er mit den Kindern, die ihn stets begleiteten, weshalb er auch oft als Schutzpatron der Kinder dargestellt wird. Weiterlesen