Archiv für den Monat: Dezember 2018

Der Zen-Weg – Wieso es sich lohnt, dran zu bleiben

Autor: Peter Widmer

Zen Meditierende

Immer öfter kommen Menschen in meinen Zen-Kursen ins Einzelgespräch und sagen: „Ich hab schon so viel Verschiedenes meditiert und weiss jetzt gar nicht, wie ich meditieren soll. Soll ich jetzt einen Bodyscan durchführen oder mich auf den Atem konzentrieren? Aber wo? Da wo der Atem aus der Nase tritt oder beim Heben und Senken der Bauchdecke? Oder auf den Atem als Gesamtvorgang? Oder soll mich auf ein Mantra (wie OM, MU) oder die Silbe HUM im Herzchakra konzentrieren oder mit einem Koan meditieren oder soll ich eine geführte Metta-Meditation per Handy mit Kopfhörer hören? Oder soll ich nicht doch lieber das Jesusgebet beten? Oder vielleicht Tonglen? Oder einen Dämon füttern? Oder Reinigungsübungen und Niederwerfungen machen und anschliessend meinen Rimpoche als Gottheit visualisieren?“
Nie zuvor war uns eine solche Fülle von Meditationsformen in Kursen, Seminaren, Meditationszentren, im Internet, auf Youtube, per Handy, in Fachmagazinen, Zeitschriften und Büchern zugänglich wie heute. Das hat Konsequenzen für unsere Praxis. Viele wechseln ständig die Meditationsmethode und wissen schliesslich nicht mehr, wie sie meditieren sollen und was es ihnen überhaupt bringt.
Dieser Blogbeitrag handelt davon, dass es sich lohnt, an einer Kernmeditationspraxis wie dem Zen – trotz der Fülle von Angeboten und Möglichkeiten – mit liebevoller Entschiedenheit dran zu bleiben und im Laufe der Zeit diese Praxis durch weitere Methoden sinnvoll zu ergänzen.

Weiterlesen