Weise Menschen

Autor: Peter Widmer

Die Koralle: Lebensgrundlage für unzählige Lebewesen – Persönlichkeitsanteile von Menschen der konstruktbewussten (8) und universalen Entwicklungsstufe (9)

Auf den beiden letzten Stufen des Selbst-Entwicklungmodells von Cook-Greuter fangen Menschen an zu durchschauen, dass alle Begriffe, Theorien, Ansichten, Weltsichten etc. nichts anderes als von Menschen geschaffene Konstrukte sind. Auch Raum, Zeit und das „SELBST“ sowie die Persönlichkeitsanteile werden als Konstrukte erfahren. Diese Erkenntnis bleibt nicht abstrakt und intellektuell, wie noch auf früheren Stufen, sondern beeinflusst alltägliche Wechselwirkungen, Gespräche, Gedanken, Wahrnehmungen, Gefühle und Handlungen. Das SELBST und die Teilpersönlichkeiten, die sich bisher entwickelt haben, verändern sich entsprechend, werden „durchsichtig“ und es entstehen neue Akzente des SELBST. Eines der wichtigsten Anliegen von Menschen der konstrukt-bewussten Stufe (8) ist es, gleichzeitig mit den grundlegenden Annahmen über die menschliche Natur und dem eigenen Bedürfnis, Ordnung in diese chaotische Welt zu bringen, zurechtzukommen. Menschen der universalen Stufe (9) sind äusserst selten zu finden (weniger als 1% der Gesamtbevölkerung). Sie agieren im Alltag mitfühlend, gewissenhaft, demütig-bescheiden, mutig und weise, zum Allgemeinen Nutzen.

Alles ist mit allem innerhalb von lebendigen Systemen im Fluss

Während auf den vorhergehenden Stufen die konventionellen Überzeugungen – z. B. dass es eine permanente Objektwelt gibt sowie objektive, wahre Erkenntnisse – hinterfragt, dekonstruiert und zerlegt wurden, wird die „Realität“ auf diesen letzten beiden Stufen nun verstanden in Begriffen wie „Lebenswelt“, „undifferenziertes phänomenologisches Kontinuum“, „Chaos“, „kreativer Grund“, „das Umfassende“, „das All“ u. ä., mittels welchen versucht wird, eine fundamentale oder zugrunde liegende dynamische „Einheit“ auszudrücken, die sich letztlich sprachlich nicht fassen lässt. Der Zeitrahmen, der nun überblickt wird, liegt jenseits der eigenen Lebenszeit. Die Perspektive ist kollektiv, global-historisch, jenseits der eigenen Kultur. Existenzielle Paradoxien werden erkannt und wesenhafte Grundprobleme mit Sprache und der Bedeutungsbildung als solcher. Es gilt immer wieder ein positives Fliessgleichgewicht zwischen Spannungen und Paradoxien, dem Dienst für sich selbst und für andere zu schaffen.

Hier ein paar Aspekte des SELBST, die auf den letzten beiden Entwicklungsebenen (konstrukt-bewusste und universale Stufe) im normalen Alltag zentral werden:

  • Das konstrukt-bewusste SELBST
  • Das analog und metaphorisch auffassende SELBST & seine mehrwertige und fraktale Logik
  • Das intuitive SELBST
  • Das demütig-bescheidene SELBST
  • Das mitfühlende SELBST – die Brahma Viharas im Alltag

Das konstrukt-bewusste SELBST

Das SELBST erkennt, dass es einerseits in der Lage ist, Komplexität sowohl zu vereinfachen, zu reduzieren, um damit handelnd umzugehen, als auch Komplexität zu erhöhen, indem es mit seinen Teilen in immer neue Bereiche vorstösst und Komplexität schafft. Es ist in der Lage, sich mit der Bedeutung von immer komplexeren Gedankenstrukturen und Integrationen zu beschäftigen, wie sie sich von einer Perspektive der 5. oder n-ten Person herstellt. Es beginnt die Absurdität der immamenten Grenzen der menschlichen Theorie- und Meinungsbildung zu verstehen und durchschaut die begrenzten Möglichkeiten der Sprache, des Wahrnehmens, Fühlens und Denkens. Es durchschaut auch, dass es selbst, d. h. das SELBST und seine Teilpersönlichkeiten begriffliche Konstrukte sind, die der Selbsterhaltung dienen. Das SELBST wird durchlässig für sich selbst in seiner Fähigkeit Bedeutungen zu bilden und der Welt einen Sinn einzuhauchen. Endgültiges Wissen über das SELBST oder irgendetwas anderes wird als illusorisch und unerreichbar gesehen, da jeder Gedanke, jede Erkenntnis als konstruiert erkannt wird. Damit wird das SELBST und seine Teile durchsichtig für eine „darunterliegende“, „nicht-duale“ „Ganzheit“, „Wahrheit“ oder wie immer man das „non-duale Andere“ begrifflich benennen mag. Das konstrukt-bewusste SELBST erkennt z. B., dass rationale, objektive Erklärungen des Universums, letztlich nutzlose Bestrebungen sind, etwas Dynamisches als Dauerhaft, real, materiell und sicher festzuhalten. Es erkennt, dass die Sprachgewohnheit als solche dazu dient, Prozesse zu „verdinglichen“ via symbolischer Repräsentation. Gleichzeitig erkennt das SELBST, dass die Sprache eine lebenswichtige Funktion spielt und essentiell ist für zwischenmenschliche Wechselwirkungen und persönliche und kollektive Entwicklung.

In einer erweiterten Wendung nach Innen beginnt das konstrukt-bewusste SELBST, sämtliche Versuche der Bedeutungsbildung der einzelnen Teilpersönlichkeiten und deren Bedürfnis nach Selbsterhaltung zu durchschauen. Es wird aufmerksam für die tiefen Spaltungen und Paradoxien, die den Teilpersönlichkeiten mit ihren Wahrnehmungen, Empfindungen und Emotionen eigen sind. Immer wieder neu entdeckt das SELBST in verschiedenen Zusammenhängen, dass die „Landkarten der Konstrukte nicht das Gelände“ sind. Es bemüht sich, gewohnte Teilpersönlichkeiten zu verändern und ungewohnte, Verbannte immer mehr zu integrieren. Ein dynamisches, facettenreiches Verständnis der menschlichen Natur, der Wirklichkeit, des Wahrnehmens, Fühlens, Denkens und Handelns wird sichtbar. Interaktionen können komplex und mit vielen Möglichkeiten angegangen werden. Eine Leichtigkeit wird spürbar, oft gepaart mit existentiellem Humor, der Paradoxien begrüsst und mit Widersprüchen – inneren und äusseren – zu leben weiss.

Das metaphorisch und analogisch auffassende SELBST & seine mehrwertige und fraktale Logik

Das lineare, digitale, argumentative und konkrete Denken, das der klassischen binären Logik folgt, steht auf den konventionellen Entwicklungsstufen im Vordergrund. Analogien und Metaphern sprechen und unwillkürliche Prozesse in uns Menschen viel direkter an, als die abstrakte Sprache der Wissenschaften. Und sie vermögen Zusammenhänge herzustellen zwischen scheinbar Unzusammenhängendem. Analogien und Metaphern werden zwar auf allen Entwicklungsstufen verwendet, doch auf der Konstrukt-bewussten Stufe mit ihrem systemischen Blickwinkel, werden sie immer wichtiger, weil es darum geht, auf Ähnlichkeiten zwischen Makro-, Meso- und Mikroebenen hinzuweisen und so auf grosse Zusammenhänge aufmerksam zu machen. Konstrukt-bewusste Menschen erkennen, dass das Denken in Analogien und Metaphern genauso erkenntnisreich und „wahr“ sein kann, wie das wissenschaftliche Argumentieren. Es handelt sich dabei lediglich um verschiedene, gleichermassen legitime Zugangsweisen zur Welt und um unterschiedliche Arten der Komplexitätsbewältigung. Das Denken in Analogien, Metaphern und eine dreiwertige Logik von „wahr“, „falsch“ und „unbestimmt“ wird bei weisen Menschen zentraler als noch auf früheren Stufen. Mittels Metaphern, Analogien und einer fraktalen Logik lässt sich auf Ähnlichkeiten in Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen sehr verschiedenen Bereichen hinweisen. Auf diese Weise lassen sich Zusammenhänge lebensbedeutsam und einzigartig ausdrücken. Komplexe Strukturen lassen sich so auf einfache Muster reduzieren. Hierbei wird von Analogien zwischen dem Grössten und dem Kleinsten ausgegangen. Es sind Analogien in den Verhältnissen zwischen den Dingen, die zu oft erstaunlichen, alltagsrelevanten Einsichten führen.

Das intuitive SELBST

Kinder sind sehr offen und natürlicherweise in Verbindung mit ihren unverstellten Wahrnehmungen und inneren Impulsen. Sie sind von Natur her intuitiv. Intuition ist jedoch auch eine Veranlagung, die bei jedem Menschen in unterschiedlichem Ausmass vorhanden ist. Schon C.G. Jung sprach vom intuitiven Menschentyp. Kinder mit einer starken intuitiven Seite erkennt man beispielsweise daran, dass sie in der Schule mathematische Aufgaben auf eine sehr direkte, unkonventionelle, schnelle Art und Weise lösen und dabei konventionelle, rationale-lineare Lösungsschritte spontan zu umgehen. Sie „sehen“ das Ergebnis. Oder sie träumen von Dingen, die von ihrer Bedeutung her einen zufälligen Bezug zu einem Ereignis in der Realität haben. Jung nannte solche Phänomene „Synchronizitäten“. Dabei handelt es sich um ein innerpsychisches Erlebnis, wie eine lebhafte, hoch emotionale Idee, Vorstellung, Vision oder ein Traum, das seiner Bedeutung nach einem äusseren Ereignis in der physischen Welt entspricht.

Intuition ist „Bauchgefühl“, d. h. sie ist vorsprachlich und stammt aus dem Körperinnern. Genau genommen nicht nur aus dem Bauch sondern aus allen vorsprachlichen Informationen, die der Körper zur Verfügung stellt. Intuition ist leibliches Spüren. Dabei ist der ganze Körper in Resonanz mit der Umwelt. Und Intuition benötigt sprachliche Interpretation des vorsprachlich Wahrgenommenen. Und die Interpretationen hängen ab von den einzelnen Teilpersönlichkeiten, die sich im Laufe des Lebens gebildet haben. Daher entwickelt sich die Intuition. Im Dienst der impulsiven Seite (3) beispielsweise, kann Intuition dazu verhelfen, günstige Gelegenheiten für eigene Vorteile aufzuspüren. Auf der selbst-bestimmenden Stufe (5) etwa, kann sie im Dienst der erfolgreichen Seite günstige Gelegenheiten an der Börse oder den richtigen Zeitpunkt einer Übernahme erahnen. Im Krieg und bei Extremsportlern kann die intuitive Seite potentielle Gefahren für Leib und Leben vorausahnend wittern. So ahnte ein Soldat im Vietnamkrieg die Gefahren für sich und seine Kameraden voraus und es gelang ihm, sich und seine Männer zum richtigen Zeitpunkt in Sicherheit zu bringen und potentielle Gefahren abzuwehren. Ein Extremkletterer hatte den Eindruck, sein Zelt am Abend an einem anderen Ort, fernab der vielen anderen Kletterern aufzustellen und während der Nacht verschüttete eine Lawine die anderen Teams und nur sein Zelt blieb verschont. Wo Wissenschaftler systematisch einen bestimmten Bereich untersuchen oder erforschen kann die Intuition zu einer zufälligen Erkenntnis oder Entdeckung beitragen, obwohl man nach etwas ganz anderem suchte. Auf diese Weise wurde beispielsweise das Telefon erfunden, post-it-Stickers, der Klett-Verschluss, Penizillin und LSD. Innovationen oder kreative Prozesse und Erkenntnisse in den Wissenschaften können intuitiv gefunden werden wie z. B. die Entdeckung der Perjodensystems durch Dmitri Iwanowitsch Mendelejew in einem Traum. Mendelejew schrieb in sein Tagebuch: “Ich sah im Traum die Tabelle, in der alle Elemente so verteilt waren, wie es sein musste. Ich erwachte sofort und schrieb alles auf ein Stück Papier. Nur an einer Stelle erwies sich später eine Korrektur als nötig.” Die intuitive Seite ist anwesend beim passenden Eingreifen in hoch komplexen kreativen, künstlerischen Prozessen, wie z. B. dem Zusammenspiel von Jazzmusikern, einer perfekten Choreographie, die höchster Ausdruck von Harmonie zwischen Bewegung einzelner Tänzer/innen, dem Ensemble und der Musik darstellt oder wenn der Dirigent Sir Simon Rattle zusammen mit den Berliner Philharmonikern einen vollendeten Einklang entstehen lassen. Hierbei handelt es sich um eine Form von kollektiver Intelligenz, manchmal spricht man auch von „Schwarmintelligenz“.

In unserer westlichen Kultur wird Intuition nicht besonders gefördert. Oft handelt es sich dabei um eine sehr leise innere Stimme, die übertönt wird von den vielen Teilpersönlichkeiten, so dass sie meist nicht mehr hörbar ist oder nur einseitig verwendet wird. Insbesondere bei verletzten Anteilen kann die Intuition sehr einseitig im Dienst des Schutzes vor dem Kontakt mit dem verletzten Teil stehen. Intuition kann von Entwicklungsstufe zu Entwicklungsstufe reifer werden. Reife Intuition zeichnet sich dadurch aus, dass man aus dem SELBST heraus Zugang zur Intuition hat, d. h mit den Informationen aus den einzelnen Teilpersönlichkeiten in Verbindung ist, ohne damit identifiziert zu sein. Dadurch werden alle relevanten Informationen aus allen Teilpersönlichkeiten in Wechselwirkung mit dem Bauchgefühl aus dem SELBST heraus berücksichtigt. Es ist eine Komplexität, die rational gar nicht verarbeitet werden könnte, die auf diese Weise intuititiv verarbeitet wird, so dass die Intuition aus einer grösseren, kollektiveren Perspektive vernommen werden kann. Eine neue Unmittelbarkeit und Einfachheit tut sich auf, weil man weiss, dass man nicht lange nachzudenken braucht, sondern seiner Intuition vertrauen kann. In unserer Kultur wird die intuitive Seite, wo es sich nicht um eine von Natur her stärker entwickelte Veranlagung handelt, erst auf der Konstrukt-bewussten Entwicklungsstufe (8) vollständiger und als Selbstverständlichkeit ins Leben integriert.

Meditation, Innere Friedenskonferenz (Teilearbeit) und die Beschäftigung mit den eigenen Träumen können die Körperintuition zugänglicher machen. Meditation verstärkt den Zugang zu Sinneswahrnehmungen, Gefühlen und Gedanken und ermöglicht es zugleich, sich von Gedankenzügen und inneren Monologen der Teilpersönlichkeiten zu desidentifizieren. Sie bringt die innere Stille und innere Mitte hervor, die es erlaubt, mit der Körper-Intuition aus unserer Mitte heraus in Verbindung zu sein. Die Innere Friedenskonferenz bringt uns in Kontakt mit den relevanten Informationen unserer Teilpersönlichkeiten.

Ein Beispiel zur Intuition der Träume. Der Traumforscher Stanley Krippner hat über 10 Jahre hinweg Synchronizitäten und präkognitive Träume im Schlaflabor wissenschaftlich untersucht. Daraus sind zahlreiche Studien in rennomierten wissenschaftlichen Zeitschriften hervorgegangen. Hier ein Interview mit dem Traumforscher…

Das demütig-bescheidene SELBST

Demut ist hier nicht gemeint als „Demut vor dem Herrn“ als dem Sklaven-Besitzer oder einem Gott – in einem Herrschaftssystem. Das wäre eine Demut auf der impulsiven oder Gruppen-zentrierten Entwicklungsebene. Die Demut der konstrukt-bewussten Ebene (8) entspringt aus dem Bewusstsein der Begrenztheit der eigenen Möglichkeiten, die Welt symbolisch, d. h. mittels Sprache, Kunst, mathematischen oder wissenschaftlichen Theorien zu verstehen. Sie resultiert aus dem immer wieder von neuem bewusst werden der Grenzen des menschlichen Denkens, Könnens, Kontrollierens und dem Bewusstsein, dass wir in ständiger Wechselwirkung mit anderen und der Umwelt sind und in dieser Wechselwirkung abhängig sind vom jeweiligen „Anderen“, dem „Gegenüber“, der „Natur“, dem „Umfassenden“. Dieser demütig-bescheidenen Seite wird deutlich, dass ihr etwas wiederfährt, was sie nicht selbst herstellen und kontrollieren kann. Es offenbart sich eine Demut und Bescheidenheit angesichts der Begrenzungen der menschlichen Sprache als solcher und der Bedeutsamkeit der Sprache als Medium zwischenmenschlicher Wechselwirkungen. Die Demut und Bescheidenheit resultiert auch aus der vertiefen Erkenntnis der radikalen Wechselwirkungen zwischen allen Bereichen des Seins: den Micro-, Meso- und Makroebenen.
Auf der universalen Ebene (9) resultiert die Demut und Bescheidenheit aus Erfahrungen jenseits der dualistischen Wahrnehmung der Welt. Es sind Erfahrungen, wie sie z. B. in den mystischen Weisheitstraditionen beschrieben werden: jenseits von Subjekt und Objekt, jenseits der Kategorien des menschlichen Verstandes, jenseits von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es sind Erfahrungen in denen alles in Eins zusammenfällt, „coincidentia oppositorum“ (das Zusammenfallen aller Gegensätze), wie Meister Eckhart sie beispielsweise benennt, in denen das „nunc stans“, das „ewige Jetzt“ erfahren wird. Solche Erlebnisse können unterschiedlich intensiv oder „tief“ erfahren werden. Dabei wird jedes Mal die Konstruktion dieser Welt durch die symbolischen Formen menschlicher Sinngebung offensichtlich. Daraus resultiert das Gefühl der Demut und Bescheidenheit angesichts von etwas „Grösserem“, sprachlich und symbolisch nicht Fassbarem. Eine emotional ergreifende Demut und Bescheidenheit, die sich auf der universalen Entwicklungsstufe (9) in jeder Alltagserfahrung aktualisieren lässt.

Das mitfühlende SELBST – die Brahma Viharas im Alltag

Der Entwicklungspsychologe Laurence Kohlberg spricht von einer „metaphorischen siebten Stufe der moralischen Entwicklung“, auf welcher der Mensch innig erkenne, dass er ein Teil des grösseren Ganzen sei und in Harmonie mit einer kosmischen Ordnung handeln soll, die allen zum Nutzen sein soll. Marcus Aurelius und Spinoza sieht er als Vorläufer dieser Sichtweise. Auch die grossen mystischen Traditionen könnte man in diesem Zusammenhang anführen und Haltungen des Mitgefühls, der Mitfreude, Gelassenheit und der liebenden Güte, wie sie beispielsweise in den Brahma Viharas in der indischen Kultur und im Buddhismus genannt werden. (Siehe dazu hier – ganz nach unten scrollen!) Auf der spätesten Stufe menschlicher Entwicklung sind nun diese Aspekte des SELBST nicht mehr nur als isolierte Zustände erfahrbar, die potentiell vorhanden sein können, sondern sie können in vielen Alltagssituationen tatsächlich immer wieder von neuem aktualisiert werden.

Wie sehr Mitgefühl, Mitfreude, Gelassenheit und liebede Güte sich von Kindesbeinen an trainieren und entwickeln lassen zeigt dieser Beitrag hier.

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