Archiv für den Monat: Oktober 2016

Die Teile unserer Kinder fördern

Autor: Peter Widmer

Teilpersönlichkeiten unserer Kinder fördern

Gewisse Teilpersönlichkeiten, wie z. B. eine impulsive Seite, eine spielerische Seite und eine verantwortliche, entwickeln sich schon sehr früh in unserer Kindheit auf den ersten beiden Stufen unserer Selbst-Entwicklung. Die in uns entstehenden Teile rufen neue Teile auf den Plan, verändern sich und reifen von Entwicklungsstufe zu Entwicklungsstufe.
Welche Teilpersönlichkeiten bereits früh in der Kindheit entstehen und wie wir sie als Erwachsene und als Eltern bei uns selbst und unseren Kindern erkennen, fördern und nutzen können, ist Thema dieses Blogbeitrags. Weiterlesen

Entwicklungsperspektiven, die alles verändern

 Autor: Peter Widmer

Erwachsenenentwicklung

Die Welt und ihre Probleme werden immer komplexer; und in dem Masse, in dem die äussere Komplexität zunimmt, verändert sich auch das menschliche Bewusstsein.
Von Piaget bis heute haben Entwicklungspsychologen erkannt, wie Kinder eine Reihe von klar unterscheidbaren Stufen auf Ihrer „Reise“ ins Erwachsenenleben durchlaufen. Diese Stufen geben die emotionalen und kognitiven Fähigkeiten wieder, mittels derer wir uns selbst und die Welt um uns herum verstehen und gestalten. Sie wiederspiegeln die Art und Weise, wie wir unseren Erfahrungen mittels sprachlichen und nicht-sprachlichen Strukturen Sinn und Bedeutung einhauchen.
Erwachsene verfügen nicht einfach über mehr Wissen und mehr Fähigkeiten als Vorschulkinder. Sie sehen die Welt vielmehr mit ganz anderen Augen: auf immer komplexerere und umfassenderere Art und Weise. Aufgrund der Neuroplastizität des Gehirns ist die persönliche und die kollektive Entwicklung von uns Menschen nicht ein für alle Mal festgelegt. Wir sind zu lebenslangem Wachstum fähig. Die zunehmenden Feinheiten unserer Sprachen1 und vor allem die Fähigkeit, empathisch und kognitiv Perspektiven zu wechseln, d. h. uns in die Schuhe anderer einzufühlen und einzudenken, sind der Motor unserer persönlichen und kulturellen Entwicklung. (Zur Bedeutsamkeit der Empathie beim Verstehen anderer – siehe hier)

Wie Innere Friedenskonferenz und Zen-Meditation diese Fähigkeiten je neu nachhaltig fördern können zu immer neuen Ebenen von Reife, Einsicht, Weisheit und Mitgefühl, sind Themen dieses und der weiteren Blogbeiträge. Weiterlesen

Viva la revolución del altruismo!

Autor: Peter Widmer

Trailer zum Film: The Altruism Revolution

Unser Planet ist wie ein grosses Schiff, das wir gemeinsam steuern. Werden wir bald 300 Mio. Klimaflüchtlinge auf  diesem Schiff haben? Die Menge der Immigranten wäre womöglich Lampedusa hoch 10. Oder kommt es zu unvorstellbaren Konflikten? Wollen wir bloss überleben oder ein gutes, menschenwürdiges Leben führen?
Angesichts der allseits bekannten, weltweiten Probleme stellt sich vielleicht dringlicher denn je die Frage: Sind und bleiben wir Egoisten oder brauchen wir nicht vielmehr eine altruistische Revolution?!
Kinder im Alter zwischen 18 Monaten bis 2 Jahren helfen anderen ganz natürlich, egal ob diese zur eigenen Familie oder zur eigenen Gruppe gehören oder nicht. Im Laufe des Älterwerdens geht dieses natürlich angelegte prosoziale Verhalten weitgehend verloren. Verhaltens- und Sozialwissenschaftler haben in der Vergangenheit betont, dass die einzige Motivation menschlichen Handelns der Egoismus sei, selbst dann, wenn wir anderen helfen. Doch neuere Forschungen in Entwicklungspsychologie, Biologie und Neurologie machen immer mehr deutlich, dass dies nicht der Fall ist. Nicht nur Menschen, auch zahlreiche Tiere handeln aus Empathie, Mitgefühl und altruistischen Gründen!

Modernste neurologische Untersuchungen Meditierender zeigen klar und deutlich, dass persönliche Transformation möglich ist. Aufgrund der Neuroplastizität des Gehirns lassen sich durch Meditation Empathie, Mitgefühl und prosoziales Verhalten trainieren.   Weiterlesen

Verlust und Wiedergewinnung von Mitgefühl

Autor: Peter Widmer

Man reassuring his crying daughter

Empathie ist die emotionale Grundlage für unsere Fähigkeit, uns in die Fusstapfen anderer zu stellen und ihre Sichtweise nachzuvollziehen. Empathie und Mitgefühl sind die Grundlagen für wertschätzende Beziehungen, persönliches Wachstum, Zusammenarbeit, Demokratie und eine friedliche Gesellschaft.
Empathie und Mitgefühl fördern die eigentlich menschlichen Qualitäten in uns, die unser Leben lebenswert machen: konstruktive, beglückende zwischenmenschliche Wechselwirkungen in Freizeit, Familie und am Arbeitsplatz.
Doch Mitgefühl und Empathie gehen partiell, situativ und in Extremfällen für immer verloren, wenn die körperlichen und die existenziellen sozialen Bedürfnisse von Menschen missachtet werden.

Wie Mitgefühl und Empathie durch Innere Friedenskonferenz und Meditation wiedergefunden und gestärkt werden können, ist Thema dieses Blogbeitrags. Weiterlesen