Archiv für den Monat: Mai 2016

Meditation und Neuroplastizität

Autor: Peter Widmer

Neuroplastizität – Meditation ist assoziiert mit kortikaler Verdickung

x--ray concept

Neuroplastizität bedeutet die Fähigkeit unseres Nervensystems und insbesondere unseres Gehirns, sich kurz-, mittel- und langfristig zu verändern, was einhergeht mit lebenslangem Lernen und der Anpassung an veränderte Lebensumstände.
Eine Reihe von Forschungsarbeiten zeigen, dass bestimmte Gehirnareale sich unter dem Einfluss von Meditation dauerhaft verändern können. Weiterlesen

Angstbewältigung durch Zen-Meditation

Autor: Peter Widmer

Ängste

Depression

Immer wieder kommt jemand im Sesshin ins Einzelgespräch und berichtet über Ängste – beispielsweise: „Ich leide unter meinen Ängsten. Wenn meine Kinder oder mein Mann aus dem Haus gehen, habe ich Angst um sie, dass ihnen etwas zustossen könnte und ich überlege mir, welche Massnahmen ich gegen die drohenden Gefahren ergreifen könnte. Ebenso wenn wir in Urlaub fahren: ich überlege schon Wochen vorher, was alles passieren könnte, welche Krankheiten man auflesen könnte und welchen Strassendieben wir begegnen könnten und überlege mir Strategien, wie wir den drohenden Gefahren entgehen könnten. Ich habe Abends Angst, einzuschlafen, weil mir in den nächtlichen Träumen meine Ängste begegnen. Daher habe ich Angst vor der nächtlichen Angst und kann nicht einschlafen. Ich liege lange wach. Deswegen bin ich am morgen müde, manchmal gerädert und wegen meiner Ängste tagshindurch hellwach. Das ist Stress! Deshalb komme ich zum meditieren! Wie kann mir Meditation helfen?“
Manchmal wird das Thema „Angst“ viel subtiler und leiser angesprochen und zwar dann, wenn es um grundlegende, allgemeinmenschliche, existenzielle Ängste geht. Dann sagt jemand beispielsweise: Ich finde das Leben machmal wirklich schwierig und anstrengend. Ständig muss man Entscheidungen treffen und schauen, dass man seine Existenz und sein Leben irgendwie auf die Reihe kriegt. Ja! Ich hab manchmal Existenzängste und weiss nicht, was wohl aus mir und meinem Leben wird. Kann mir Meditation helfen, besser damit klarzukommen?“
Meditations- und Achtsamkeitsübungen kombiniert mit Innerer Friedenskonferenz sind ein guter Weg zur Angstbewältigung und zum Glücksaufbau. Davon handelt diese Blogbetrag. Weiterlesen

Meditation bei Depressionen

Autor: Peter Widmer

Child.

Depression – bald Volkskrankheit Nummer zwei! Wie 2011 ein internationales Forscherteam um Evelyn Bromet von der State University of New York berichtete, sind weltweit 121 Millionen Menschen von Depressionen betroffen.1 In Europa sind 6.9% der Gesamtbevölkerung davon betroffen, das sind 30.3 Millionen Menschen!2 2020 werden Depressionen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen,  gemäss statistischen Hochrechnungen, zu den zweithäufigsten Krankheiten in der entwickelten Welt gehören und voraussichtlich der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit sein. Angesichts dieser dramatischen Aussichten scheint es umso dringlicher, heute kostensparende, alternative Wege der Prävention und Behandlung von Depressionen (wieder) zu entdecken und mit bestehenden effizienten Behandlungsmöglichkeiten zu kombinieren. Weiterlesen

Meditation zur Schmerzlinderung

Autor: Peter Widmer

Die meisten Menschen, die unter Schmerzen leiden, versuchen den Schmerz zu analysieren, Schmerzen auszuweichen, indem sie sich auf andere Dinge konzentrieren und zu ignorieren. Verschiedene Meditationspraktiken, wie beispielsweise die Zen-Meditation, aber auch die Achtsamkeitsmeditation der Vipassanameditation, sowie das MBSR-Training, gehen einen ganz anderen Weg. Weiterlesen

Stress, Burnout – Antidot: Meditation

Autor: Peter Widmer

rush hour

Stress wird häufig als „die Krankheit der Gegenwart“ bezeichnet. Nahezu alle Menschen wissen, wie es sich anfühlt, wenn Beruf und Lebensalltag sehr fordernd und die eigene Agenda übervoll ist. Viele fühlen sich angespannt, überlastet, reagieren hektisch, nervös oder gereizt. Stress gehört zum Leben. Als sog. „positiver Eustress“ vermag er die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Aber negativer  Stress, man spricht in diesem Zusammenhang von „Disstress“, kann krank machen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Stress als „eine der grössten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Die Statistiken sind alarmierend. Mehr als ein Drittel der Menschen in der Schweiz und auch in Deutschland geben in Umfragen an, unter Dauerstress zu stehen. Jeder fünfte leidet unter gesundheitlichen Stressfolgen. Die Kosten für unser Gesundheitswesen sind enorm.
Doch unzählige wissenschaftliche Studien belegen: Meditation ist einer der effizientesten Wege, um Stress zu reduzieren und das psycho-physische System zu Ruhe, tiefer Entspannung und innerem Frieden kommen zu lassen.1 Weiterlesen